Sennheisers Reshaping Excellence

07.09.2015

Sennheiser feierte in der Londoner Central Hall Westminster 70 Jahre Sennheiser mit Imogen Heap, der Jungen Deutschen Philharmonie und 1.200 Gästen - und kündigte Neues an.


 

Im Rahmen eines exklusiven Abends in der Londoner Central Hall Westminster gaben die Sennheiser-CEOs Daniel und Dr. Andreas Sennheiser die ersten Details zu einem neuen Produktmeilenstein preis. Unter dem Motto "Reshaping Excellence" feierte Sennheiser mit einem einzigartigen Konzert der Jungen Deutschen Philharmonie und Grammy-Preisträgerin Imogen Heap mit 1.200 Gästen 70 Jahre Audio-Exzellenz.

 

 

In der Londoner Central Hall Westminster hatten die Gäste nicht nur die Möglichkeit, legendäre Sennheiser-Produkte und -Meilensteine zu erleben, welche die Audioindustrie nachhaltig beeinflusst haben, sondern konnten auch einen Blick auf Lösungen und Technologien werfen, die noch nie zuvor öffentlich gezeigt wurden.

 

"Seit sieben Jahrzehnten prägt Sennheiser die Audiowelt und definiert die Grenzen dessen, was möglich ist, immer wieder neu. Mit 'Reshaping Excellence' kündigen wir eine neue Ära an, in der wir das bisher Dagewesene noch übertreffen werden", sagte CEO Daniel Sennheiser.

 

Ein neuer Meilenstein aus Marmor war Sennheiser eine Einladung nach London wert
Ein neuer Meilenstein aus Marmor war Sennheiser eine Einladung nach London wert.

 

Ein Highlight des Abends war die Ankündigung eines neuen Meilensteins in Sennheisers High-End-Portfolio. "Unsere Unternehmensgeschichte ist geprägt von Innovation. Kreative Unzufriedenheit und ein unermüdliches Streben nach Perfektion sind die Basis dafür, immer wieder Neues schaffen zu können.

Mit diesem Event können wir unsere Innovationskraft einmal mehr unter Beweis stellen und unseren Gästen einen ersten Blick auf ein Produkt geben, das neue Maßstäbe in der High-End-Audiowelt setzen wird", so CEO Dr. Andreas Sennheiser.

 

Dr. Andreas Sennheiser (links) und Daniel Sennheiser
Reshaping Excellence war das Motto für Dr. Andreas Sennheiser (links) und Daniel Sennheiser.

 

Die Sennheiser-CEOs kündigten bereits erste Details zu dem neuen Produkt an. So verrieten sie, dass dessen Frequenzbereich die Grenzen des menschlichen Hörens überschreiten wird. Eine platinbedampfte 2,4-Mikrometer-Membran sorgt für eine absolut perfekte Klangwiedergabe. Um zu gewährleisten, dass der Klang allen Erschütterungen standhält, wurde das Gehäuse aus edelstem Carrara-Marmor gefertigt: Aus dem gleichen Material schuf einst Michelangelo seine Skulpturen.

 

Weitere Informationen:
www.sennheiser-reshapingexcellence.com

 

Kreative Höhepunkte

 

Mit aufregendem Programm: Die Junge Deutsche Philharmonie
Mit aufregendem Programm: Die Junge Deutsche Philharmonie.

 

Während des exklusiven Konzerts interpretierte die Junge Deutsche Philharmonie unter Leitung von Jonathan Stockhammer unter anderem Werke von Philip Glass und György Ligeti. Gemeinsam mit dem Orchester präsentierte Imogen Heap bei ihrem einzigen Live-Auftritt in diesem Jahr erstmals ihren eigens für Sennheisers "Reshaping Excellence"-Thema komponierten Song "Tiny Human".

 

Imogen Heap steuert mit ihren Handschuhen zusätzliche Instrumente
Imogen Heap steuert mit ihren Handschuhen zusätzliche Instrumente.

 

"Technologie und Musik bilden das Herzstück meiner Musik. Sie ergänzen sich, im Zusammenspiel erschaffen sie Kreativität, doch erst durch die menschliche Interaktion erwachen sie zum Leben", so Imogen Heap. "Es war eine Ehre für mich, eine Komposition für Sennheisers einzigartiges Produkt zu schreiben. Beim Komponieren ist mir die Parallele zur Geburt unseres ersten Kindes in den Kopf gekommen. Unser Leben und alles, was wir zu kennen glaubten, hat sich dadurch in kürzester Zeit vollkommen verändert. Sennheiser tut genau das gleiche in der Audiowelt: Der Audiospezialist verändert das Hörerleben der Menschen.

Es war großartig, gemeinsam mit der Jungen Deutschen Philharmonie auf der Bühne zu stehen und den Song "Tiny Human" auf einem Konzert zu spielen, bei dem Tradition auf Innovation trifft."

 

Perfekten Klang zum Hörerlebnis machen

Die Innovation auf der Bühne setzte sich hinter den Kulissen in der Aufnahmetechnik fort: Tonmeister und Grammy-Preisträger Gregor Zielinsky zeichnete das Konzert mit Sennheisers 9.1-Immersive-Audio-Technologie auf.

 

Tonmeister Gregor Zielinsky nahm das Konzert im 9.1 Immersive Audio Verfahren von Sennheiser auf
Tonmeister Gregor Zielinsky nahm das Konzert im 9.1 Immersive-Audio-Verfahren auf.

 

"Sennheisers 9.1 Immersive Audio bringt die Unternehmensphilosophie vom Streben nach dem perfekten Klang auf den Punkt und erschafft eine ganz neue Erfahrung für den Hörer", erklärt Gregor Zielinsky.

"Die Technologie ist sowohl für die Aufnahme als auch für die Wiedergabe von Musik entwickelt worden, und das nicht nur für Hi-Fi-Systeme, sondern auch als Algorithmus für Kopfhörer. Die Hörerfahrung ist beeindruckend, dabei ist die Einrichtung und Aufnahme im Vergleich zu anderen Systemen sehr einfach."

 

Für Sennheiser stellt 3D Immersive Audio eine Schlüsseltechnologie dar. Im professionellen Bereich wird sie bereits erfolgreich eingesetzt, zum Beispiel in der weltweit gefeierten Wanderausstellung "David Bowie is" sowie in Aufnahmen der Berliner Philharmoniker.

 

Legendäre Produkte

 

 

Neben dem Konzert präsentierte Sennheiser in einer besonderen Produktausstellung die technischen Meilensteine und die Innovationskraft des Unternehmens. Aufgeteilt war die Ausstellung in die Bereiche "View" und "Experience". "View" bot einen exklusiven Blick auf Produkte, die nie zuvor öffentlich gezeigt wurden – inklusive des neuen Produktmeilensteins sowie des HD 800 in Gold.

Im Bereich "Experience" hatten die Gäste die Gelegenheit, ausgewählte High-End-Produkte zu testen, unter anderem den Kopfhörer HD 800 und den Verstärker HDVD 800. Zahlreiche Highlights des Mikrofon-Portfolios von Sennheiser und Neumann gaben einen Einblick in das Gebiet der Aufnahmetechnik, darunter das drahtlose Mikrofonsystem Digital 9000 und die Studiomikrofone M 149 Tube und KMS 105.

 

Interview mit Oliver Voges

 

Oliver Voges beim Interview während der Umbau-Pause in London
Oliver Voges beim Interview während der Umbau-Pause in London.

 

Oliver Voges, freier Toningenieur seit über 25 Jahren und Mit-Initator des Live-Mixing-Workshops, saß in London am Mischpult und stand uns in der Pause für ein kurzes Interview zur Verfügung.

DieReferenz: Oliver Voges, worin bestand für Dich die größte Herausforderung bei diesem Event hier in London?

Oliver Voges: Wir haben hier die seltene Kombination eines Orchesterkonzerts, einer Sängerin und eine Inversive-Audio-3d-Audio-Aufnahme. Die Herausforderung, neben dem Zusammenbringen dieser drei Elemente, war es zum zweiten, ein Beschallungskonzept zu erarbeiten, das es uns ermöglicht, den Raum so wenig wie möglich anzuregen und trotzdem ganz selektiv zonenartig zu beschallen.

Die dritte Herausforderung war es, eine Beschallungsrichtung so definiert zu bestimmen, dass wir unsere 3D-Aufnahmemikrofone so wenig wie möglich beeinflussen mit dem Direktschall von der PA, weil die Mikrofone ja den Raumeindruck aufnehmen sollen und nicht das, was von der PA kommt.

 


Eine akustische Herausforderung: Die Kuppel über der Bühne.

 

DieReferenz: Hätte man für das Orchester nicht ganz auf die Verstärkung verzichten können?

Voges: Dieser Abend hat ja eine ganz besondere Dynamik, er fängt an mit einem fast rein konzertanten Orchester im ersten Stück von John Adams. Wenn man die Gesamt-PA bei diesem Stück ausschalten würde, wäre das Ganze vielleicht um 0,8 dB leiser, man hat also nur eine ganz marginale Verstärkung am Anfang.

Aber wir haben schnell festgestellt, hier gilt es, ganz kontrolliert und nur minimal zu verstärken, weil sich durch die Kuppel verschiedene akustische Phänomene ergeben, zum Beispiel, dass die etwas weiter hinten sitzenden Holzbläser in der ersten Reflektion durch die Kuppel lauter sind als im Original. Das heißt, ich höre also erst die Reflektion, dann die Note, was natürlich für unsere Aufnahme furchtbar wäre.

Wir mussten also leicht korrektiv eingreifen, damit man wirklich erst den Ton hört und dann den Nachhall.

Wir haben dann die Verstärkung leicht hoch gefahren bis jetzt zum letzten Stück vor der Pause, für das Stück "Can't take it in" mit Orchester und Imogen Heap, das eigens für diesen Abend und das Orchester arrangiert wurde. Da war es ganz klar, wenn sie dazu kommt, muss sie, weil sie sehr viel mit Effekten arbeitet, ganz normal verstärkt werden. Sie ist eine sehr gute Sängerin, sie könnte garantiert auch konzertant singen, aber in dem Fall ist es natürlich auch wichtig, dass ihre Effekte, die einen Großteil ihrer Musik ausmachen, zum Zuge kommen.

Deshalb war mir klar, ich kann nicht ein unverstärktes Orchester mit einer verstärkten Stimme mischen, das würde akustisch niemals passen.

 

 

Das Programm des Abends

Konzert Teil 1: Junge Deutsche Philharmonie

  • John Adams: The Chairman Dances, Foxtrot for Orchestra
  • Felix Mendelssohn Bartholdy: A Midsummer Night's Dream, op.21, Overtüre
  • György Ligeti: Concerto Romanesc for Orchestra
  • Felix Mendelssohn Bartholdy: A Midsummer Night's Dream, op.21, Scherzo
  • Philip Glass: The Canyon, A Dramatic Episode


Junge Deutsche Philharmonie + Imogen Heap: Can't take it in

(Pause)

Konzert Teil 2: Imogen Heap + Band

  • Headlock
  • Speeding cars
  • The moment I said it
  • The walk
  • Clear the area
  • Just for now
  • Goodnight and go

 

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