ISE-Interview: Arthur Laub | Die Referenz
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ISE-Interview: Arthur Laub


Auf der ISE: Arthur Laub von COMM-TEC kündigt für 2008 die Konvergenz zwischen AV und IT an.

Herr Laub, wie war Ihre Anreise?
Arthur Laub: Völlig problemlos, wir sind mit dem Flieger angereist.

Seit wann sind Sie in der Branche?
Laub: Seit zehn Jahren.

Was ist die gravierendste Veränderung seit damals?
Laub: Die Ausrichtung in Richtung IT, in Richtung IP-Netzwerke.

Was ist die letzte auffällige positive Entwicklung für Sie?
Laub: Die digitale Signalübertragung kommt mehr und mehr in die Audio-Video-Welt. Das ist sehr positiv, weil es vieles einfacher macht was die Verteilung der Signale, und das Handling betrifft.

Haben sich Ihre Kunden strukturell verändert?
Laub: In dem Maße, in dem die Welt digitaler wurde, haben sich auch die Kunden, sprich unsere Systemintegratoren neu ausgerichtet und haben sich diesbezügliches Know-How angeeignet.


Haben Sie im Jahr 2007 in technischer Hinsicht Neuland betreten?
Laub: Wir beschäftigen uns seit 2007 mit Aufprojektionstechnologie und zwar mit optischen Aufprojektionsflächen. Da ist die Firma dnp mit dem Produkt “Supernova” für uns ein wichtiger Partner. Der große technologische Vorsprung ist, dass man damit Projektionen mit sehr hohem Kontrast realisieren kann, und das bei Tageslicht.

Haben Sie vor, im neuen Jahr 2008 technisch Neues anzupacken?
Laub: Ja, wir führen dieses Jahr ein neues Steuerungsystem ein, das komplett IP-basiert ist. Alle Komponenten dieses Steuerungs-Netzwerks sind Industriekomponenten aus der IT-Welt. Alles ist netzwerkfähig, die komplette Kommunikation findet über Standard-IP-Netzwerke statt, sowohl drahtgebunden als auch drahtlos. Unsere Vision ist, dadurch den großen Schritt zu machen, nämlich die Konvergenz zwischen AV und IT herzustellen. Davon spricht man zwar seit Jahren, aber so richtig ist sie noch nicht da. In der letzten Konsequenz hat dies bisher noch niemand vollzogen, und das packen wir dieses Jahr an.

Was versprechen Sie sich generell von 2008?
Laub: COMM-TEC wird sich in gewisser Weise in 2008 neu ausrichten, eben durch diesen Schritt in Richtung IP-Netzwerke und Konvergenz mit der AV-Welt. Ob uns dieser Schritt schon 2008 gelingt, werden wir sehen, wir werden auf jeden Fall damit starten.

Seit wann kennen Sie die ISE?
Laub: Von Anfang an, in Genf war ich als Besucher, aber seit dem zweiten Jahr sind wir als Aussteller dabei.

Mit welchem Ziel sind Sie her gekommen?
Laub: Die Erwartung an diese Messe ist immer die selbe. Das ist die Plattform, auf der wir unsere Händler treffen. Alle unsere Händler kommen hierher, das ist die Leitmesse der AV-Branche schlechthin, und deswegen präsentieren wir uns hier.

Wie ist Ihr Eindruck von der Messe bis jetzt?
Laub: Sehr gut, die Besucherfrequenz ist um einiges besser als letztes Jahr, mittlerweile sind auch alle großen Hersteller vertreten.

Welche Bedeutung hat die ISE für Sie im Vergleich mit anderen Messen?
Laub: Wie bereits gesagt, das ist die Leitmesse unserer Branche.

Wie wichtig sind Messen generell für Sie?
Laub: Sehr wichtig, weil wir dort geballt unsere Händler treffen und unsere Produkte präsentieren können.

Welche Bedeutung hat das Internet für Sie und wie nutzen Sie es hauptsächlich?
Laub: Das Internet nutzen wir, um Botschaften und Informationen in Richtung Händler und Planer zu transportieren. Zum einen über Händlerinformationen, die wir elektronisch verschicken, zum anderen über Informationen, die wir auf unserer Webseite zur Verfügung stellen.

Wie informieren Sie sich hauptsächlich über die Branche?
Laub: Über das Internet und über Newsletter.


Neuheiten

AVIT, ein IP-basierendes Steuerungskonzept: Sämtliche Kommunikation läuft über Standard-Netzwerke mit handelsüblichen PC-Komponenten. Das gilt für die Bedienung, die Steuerung und die Vernetzung von Räumen. Das Kernprodukt ist die Star Draw-Software aus England, mit der das Ganze programmiert und konfiguriert wird. Drum herum gibt es die Standard-PC-Hardware, die wir anbieten, die sich der Händler, wenn er möchte, auch woanders am Markt besorgen kann. Dieses Steuerungssystem ist ab etwa 1.500 Euro zu haben. Für die Software gibt es ein Lizenzmodell, der Systemintegrator erwirbt die Software einmalig zu einem Preis von 4.000 Euro. Danach werden Lizenzen für die einzelnen Projekte fällig, wobei eine Lizenz bei etwa 400 Euro liegt.

Einsetzen kann man das Produkt überall, wo Steuerungsbedarf besteht und Bedienkonzepte notwendig sind. Laub erklärt: “Wir werden uns zunächst auf den Konferenzraum-Markt fokussieren, weil das unser Kernmarkt ist, danach werden wir sehen, ob man das System auch in der Gebäudeautomation platzieren kann und letztlich auch in Richtung Home-Automation”.

Neu ist auch ein amerikanisches Produkt von Avocent, ein drahtloses Übertragungssystem für Computergrafik und HD-Video auf der Basis von Wireless LAN, das rein hardware-basierend ist. Der Vorteil ist, dass man hier sämtliche analogen und digitalen Audio- und Videoquellen einspeisen kann und von zentraler Stelle aus auf bis zu acht Empfangseinheiten übertragen kann, um dort die Wiedergabe-Displays anzuschließen.

Die Avocent-Lösung kommt überall dort zum Einsatz, wo man nicht die Möglichkeit hat, Kabel zu verlegen, zum Beispiel für nachträglich installierte Digital-Signage-Anwendungen oder auf Messen oder in Konferenzräumen, wo man schnell mal eine Präsentation machen möchte. Laub erklärt: “Das Ganze ist sehr schnell in Betrieb genommen und funktioniert sorgenfrei.” Das Übertragungssystem kostet mit einer Sende- und Empfangseinheit rund 2.000 Euro inklusive der entsprechenden Signalmodule für Digital oder Analog. Ein weiterer Empfänger soll mit rund 700 Euro zu Buche schlagen. COMM-TEC ist Exklusivdistributor für Avocent.
www.comm-tec.de