ISE-Interview: Thomas Salzer | Die Referenz
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ISE-Interview: Thomas Salzer


Auf der ISE: Crestron-Deutschland- Geschäftsführer Thomas Salzer kündigt die Weiterentwicklung von DigitalMedia an.

Herr Salzer, wie war Ihre Anreise zur ISE?
Thomas Salzer: Sehr gut, kein Problem.

Seit wann sind Sie in der Branche?
Salzer: Crestron ist im 38. Geschäftsjahr, ich selbst bin seit 1995 in der Branche.

Was ist für Sie die gravierendste Veränderung seit damals?
Salzer: Es gibt verschiedene Veränderungsschritte. Für den Schritt, den wir zur Zeit haben, kann man sagen, die Welt wird digital.

Was ist die letzte auffällige positive Entwicklung für Sie?
Salzer: Auf Deutschland bezogen kann man sagen, es bewegt sich wieder etwas, Firmen investieren, da gibt es einen riesigen Nachholbedarf. Ein paar Jahre war das Ganze ein bisschen ruhiger, und jetzt wird wieder investiert. Viele Firmen in der medialen Welt wissen, sie müssen investieren, um sich besser darstellen zu können.

Haben sich Ihre Kunden strukturell verändert?
Salzer: Kunden verändern sich ständig. Wir haben sogenannte Systempartner, und diese Systempartner haben vor vielen Jahren angefangen, einen Lautsprecher an die Decke zu hängen, heute installieren sie komplette Systeme.


Haben Sie im Jahr 2007 in technischer Hinsicht Neuland betreten?
Salzer: Ja, wir haben eine ganze Reihe von digitalen Produkten in der Übertragungs- technik. Dabei spielt auch digitales Rechte- Management eine große Rolle. So haben ja die Audio- und Filmindustrie beispielsweise sehr viel Geld verloren durch Raubkopien. Jetzt muss man eine Plattform finden, auf der ein entsprechender Schutz stattfindet. Unser letzter großer Technologiesprung ist die Quick-Media-Technologie gewesen. Das heißt, man braucht keine Spezialkabel mehr, die Bild- und Tondaten werden einfach über Standard-CAT5-Kabel übertragen.

Haben Sie vor, im neuen Jahr 2008 technisch Neues anzupacken? Wenn ja, was?
Salzer: Wir nennen es DigitalMedia, wie gesagt, die Welt wird digital …

Was versprechen Sie sich generell von 2008?
Salzer: Ein Wachstum wie in der Vergangenheit auch.

Seit wann kennen Sie die ISE?
Salzer: Wir sind von Anfang an dabei gewesen, auch schon in Genf.

Was erwarten Sie von der Messe? Mit welchem Ziel sind Sie her gekommen?
Salzer: Hier geht es uns nicht um die Neugewinnung, sondern um die Kundenpflege und vor allem auch darum, unseren Partnern neue Produkte und Ideen vorzustellen.

Wie ist Ihr Eindruck von der Messe bis jetzt?
Salzer: Wir wussten schon im Vorfeld, dass zirka 400 Aussteller kommen, und ich denke, man wird eine Besucherzahl von über 20.000 Personen erreichen. Es herrscht eine sehr, sehr positive Stimmung.

Welche Bedeutung hat die ISE für Sie im Vergleich mit anderen Messen?
Salzer: Im Prinzip hat sich diese Messe zu einer Leitmesse gemausert. Das heißt, einige Besucher werden andere Messen wohl gar nicht mehr besuchen.

Wie wichtig sind Messen generell für Sie?
Salzer: Das ist für uns einfach eine Pflicht. Wenn ich Technologien entwickle und Marktführer bin, ist es wichtig, dass ich diese Technologien auf einer Messe-Plattform den Besuchern vorstelle, diskutiere, wo der Zug hinfährt und mit meinen Kunden im Kontakt bin.

Welche Bedeutung hat das Internet für Sie und wie nutzen Sie es hauptsächlich?
Salzer: Das Internet ist ein Medium, das Sie heute nicht mehr wegdenken können. Wir nützen es im Moment leider zu wenig für die Informationen an den Endkunden. Wir benützen es aber als Medium zur Information unserer Systempartner.

Wie informieren Sie sich hauptsächlich über die Branche?
Salzer: Im Prinzip auf den Messen oder auf Foren oder auch über das Internet.
www.crestron.de