ISE-Interview: Tobias Schulte | Die Referenz
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ISE-Interview: Tobias Schulte


Auf der ISE: Tobias Schulte von Tannoy kündigt an, dass Tannoy im laufenden Jahr neue Maßstäbe in der Beschallungsbranche setzen wird.

Herr Schulte, wie war Ihre Anreise zur ISE nach Amsterdam?
Tobias Schulte: Sehr einfach, mit dem Auto zweieinhalb Stunden.

Seit wann sind Sie in der Branche?
Schulte: Seit 20 Jahren.

Was ist für Sie die gravierendste Veränderung seit damals?
Schulte: Der Veranstaltungsbereich ist wesentlich professioneller geworden. Vom technischen Aufwand her ist es umfangreicher geworden, vieles ist auch komplizierter geworden. Wenn man den Installationsbereich anschaut, da hat man heute wirklich mit sehr umfangreichen Projekten zu tun. Der Installateur vor Ort muss da heute schon eine ‚Menge auf dem Schirm haben’. Man muss eine Mediensteuerung programmieren, man muss Controller für die Lautsprecher programmieren, man muss Video-Projektoren in Betrieb nehmen, man hat irgendwo eine Kreuzschiene, die man in Betrieb nehmen muss, und das Ganze muss nachher so funktionieren, dass nachher der Hausmeister mit einem Knopfdruck alles zum Laufen bekommt. Das ist viel, viel komplexer als früher, die Ansprüche sind viel höher.

Was ist die letzte auffällige positive Entwicklung für Sie?
Schulte: Die Professionalität ist wieder wichtiger geworden, man ist bereit, für Qualität wieder mehr zu investieren, damit kommt die Qualität wieder mehr nach vorne.

Haben sich Ihre Kunden strukturell verändert?
Schulte: Die Kunden fangen offensichtlich an, sich mehr zu konzentrieren auf einen speziellen Bereich.


Was war der letzte Technologie- Sprung bei Tannoy?
Schulte: Den haben wir eigentlich vor 60 Jahren gemacht, als wir den Dual-Concentric- Speaker entwickelt haben. Das war der größte Sprung, und das ist auch heute unser großer Vorteil. Ansonsten ist es die Produktvielfalt. Dazu kommt, dass wir uns nicht nur um den guten Klang gekümmert haben, sondern auch um die Optik. Die einfache schwarze Box an der Wand, das geht heute einfach nicht mehr  bei vielen Anwendungen.

Haben Sie vor, im neuen Jahr 2008 technisch Neues anzupacken? Wenn ja, was?
Schulte: Ja, in Frankfurt kann man schon ein bisschen etwas sehen, und im Herbst kommt der Rest.

Was versprechen Sie sich generell von 2008?
Schulte: Zum einen ein deutliches Wachstum. Wir versprechen uns aber auch durch unsere neuen Technologien, die kommen werden, neue Maßstäbe zu setzen in der Beschallungsbranche.

Seit wann kennen Sie die ISE?
Schulte: Seit zwei Jahren, aber wir sind heuer zum ersten Mal als Aussteller dabei.

Mit welchem Ziel sind Sie her gekommen?
Schulte: Neuen Kontakte im professionellen Umfeld zu schließen, aber auch bestehende Kontakte zu pflegen.

Wie ist Ihr Eindruck von der Messe bis jetzt?
Schulte: Sehr gut, wir hatten viele interessante Kontakte, eine wichtige Messe für die Zukunft.

Welche Bedeutung hat die ISE für Sie im Vergleich mit anderen Messen?
Schulte: Wie gesagt, die Kunden fangen an, sich zu spezialiseren, und hier hat man eine Hand voll von dem, was es in der Branche gibt, vor Ort. Das ist sehr speziell in dem Bereich Audio-Video-Solutions hier.

Wie wichtig sind Messen generell für Sie?
Schulte: Messen sind für uns schon sehr wichtig, um neue Produkte vorzustellen und neue Kontakte zu knüpfen.

Welche Bedeutung hat das Internet für Sie und wie nutzen Sie es hauptsächlich?
Schulte: Wir nutzen es, um Dateninformationen zu bekommen und durch unsere Homepage auch zu verteilen.

Wie informieren Sie sich hauptsächlich über die Branche?
Schulte: Durch das Internet, häufig auch durch Kundengespräche auf Messen oder bei Kundenbesuchen.


Neue Produkte
Für die neue Definition-Range hat man bei Tannoy die bekannte V-Serie in ein rechteckiges Gehäuse gepackt für klare, saubere Installationen. Diese Boxenreihe ist konzipiert für Installationen in Kinos und Veranstaltungsräumen, in denen auf Qualität Wert gelegt wird.
www.tannoy.com