ISE 2011: Rainer Beddig

24.02.2011


Auf der ISE: Rainer Beddig von dataton mit Watchout und mehr.

Herr Beddig, wie oft waren Sie schon in Amsterdam?
Rainer Beddig: Ich bin dabei, seit es die ISE in Amsterdam gibt. Wir waren damals auch schon in Brüssel dabei.

Wann und wie sind Sie angereist?
Beddig: Ich bin einen Tag vor der Messe bequem mit dem Zug her gekommen, weil ich eine sehr gute Verbindung habe von vor meiner Haustür in Berlin.

Wie entwickelt sich die Messe, und wie entwickelt sich Ihre Firma?
Beddig: Die Messe entwickelt sich sehr positiv, das ist für uns mittlerweile fast die wichtigste Messe. Selbst auf der Infocomm, die traditionell ja so die Neuheitenmesse der Branche war, in den USA, ist weniger los als hier. Man merkt es auch daran, wie schwierig es ist für Neu-Einsteiger, hier überhaupt einen Stand zu bekommen. Und das Geschäft von dataton ist in den letzten Jahren beständig gestiegen.

Letztes Jahr war das beste Jahr in der Geschichte, natürlich durch die Expo, wo über 1.000 Lizenzen Watchout eingesetzt waren. Mehr als 50 der großen Pavillons arbeiteten mit Watchout-Technik, das war schon sehr gut. Wir als Partner in Deutschland sehen auch eine stark wachsende Nachfrage. Es erholt sich also offenbar das Geschäft.

ISE 2011 Rainer Beddig von dataton mit Watchout

Was ist Ihr heißestes Produkt 2011?
Beddig: Das ist sicherlich Watchout, hier auf der Messe zeigen wir ein sehr interessantes System, das in die Projektion in Dome und Hemispheres hineingeht. Das Problem ist, so etwas manuell zu justieren. Wir arbeiten dazu zusammen mit einer deutschen Firma aus Magdeburg, domeprojection, die eine sehr lange Erfahrung hat in der Bespielung von Domen mit ganz anderem Content. Jetzt arbeiten wir zusammen, um die Geometrie-Einstellungen von solchen komplexen Projektionen unter Einbindung sehr präziser automatischer Messungen zu ermöglichen.

Haben Sie hier zur Messe schon vorab Termine ausgemacht?
Beddig: Ich habe keine Termine gemacht, weil ich hier auch immer versuche, selbst ein bisschen etwas zu sehen, wenn am Stand gerade mal nicht so viel los ist.

Auf welche Besucher hier auf der Messe können Sie gut verzichten?
Beddig: Die Qualität der Besucher ist auf dieser Messe schon sehr hoch. Man trifft hier ein sehr qualifiziertes Fachpublikum

Welchen Stellenwert hat die ISE für Sie im Vergleich zur Prolight + Sound und zur Showtech?
Beddig: Wir haben auf der Prolight + Sound zwei mal ausgestellt, wir haben auf der Showtech zwei mal augestellt. Von der Prolight + Sound sind wir weg gegangen, weil wir ein bisschen enttäuscht waren, gerade auch von den Besuchern, die dort nicht immer das gesucht haben, was wir ausgestellt haben, sondern mehr andere Dinge wie Licht und Ton.

Insgesamt ist auch der Termin der Prolight + Sound für uns oft sehr schwierig, weil wir da einfach auch andere Termine haben, andere Messen, auf denen wir arbeiten. Bei der Showtech hatten wir eine sehr schöne Location, aber leider kaum die richtigen Besucher. Da stimmte weder die Quantität noch die Qualität, mal abgesehen von denjenigen, die man sowieso kannte, weil sie aus dem regionalem Markt von Berlin und Brandenburg kamen.

Was erwarten Sie geschäftlich vom Jahr 2011?
Beddig: Man kann ja nur immer daran arbeiten, dass das Jahr ein bisschen besser wird als das Jahr davor. Ich sehe da eigentlich recht zuversichtlich in das Jahr. Wir sind von den Kapazitäten her gut ausgelastet

Was halten Sie von der derzeitigen 3-D-Entwicklung?
Beddig: Ich bin noch nicht so sicher, ob es nur ein Trend ist wie schon mal vor ein paar Jahren, wo es dann letztlich auf Grund des mangelnden Contents gestorben ist. Auch hier ist es, was man so sieht, an Content eigentlich immer nur Effekthascherei. Aber eigentlich muss man den Content für 3D wirklich entsprechend produzieren, das ist eigentlich die große Kunst.

Was werden wir hier auf Ihrem Stand in einem Jahr Neues sehen?
Beddig: Wahrscheinlich wird es zu dem Zeitpunkt wieder ein neues großes Update von Watchout geben, das wird die Interaktivitäten sicherlich vergrößern und die Anwendungsmöglichkeiten noch mal weiter in den TV-, Show- und Eventbereich hineintragen, als es jetzt schon ist.

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