Licht bei den Sixdays

06.12.2007


Bei den 6-Tage-Rennen in Dortmund und München kam erstmals eine Eos-Konsole von ETC zum Einsatz.



Sechs-Tage-Rennen haben in Deutschland eine lange Tradition und erfreuen sich – trotz der Doping-Skandale im Radsport – hoher Beliebtheit. Das Konzept „sechs Tage Spitzensport, sechs Tage Showtime, sechs Tage Topentertainment“ scheint aufzugehen.

Zur Realisierung bedarf es neben Weltklasse-Sportlern wie Erik Zabel und Bruno Risi ebenso der Top-Ausstattung in Sachen Technik. Dieses Jahr hatte die Lichtsteuerkonsole Eos von ETC ihr Debut beim 66. Sechs-Tage Rennen in Dortmund.

Das erklärte Ziel für die Veranstaltung in der Westfalenhalle 1 war es, „alles größer, schöner und bunter zu machen“, so Sven Claußmeyer, Managing Director bei den Dortmunder Sixdays, um das angestaubte Image der Veranstaltung aufzufrischen. Also wurde Procon in München mit der Realisierung eines Lichtkonzeptes beauftragt, das die Dramaturgie des Radsportes unterstreichen sollte. Jochen Förg, Projektleiter bei Procon, vertraute dabei einem bewährten Team um Lichtdesigner und Operator Michael Kühbandner sowie einem erprobten Design, das in Zusammenarbeit mit Jerry Appelt für die Sixdays in München entwickelt wurde. Einziger Neuling in diesem Zusammenhang war die Lichtsteuerkonsole Eos.

Natürlich ist es ein Wagnis, eine so junge Konsole für einen Event einzusetzen, bei dem über 270 Moving Lights gesteuert werden und Sicherheit höchste Priorität hat. In München müssen wir TV-taugliches Licht machen, und bei über 60 km/h der Radfahrer auf der Bahn kann man sich keinen Patzer erlauben“, so Förg. „Eos hat uns nicht enttäuscht. Ein sehr stabiles und zuverlässiges Pult.“ Zwei Eos 8k Konsolen wurden in einem Master-Backup-System betrieben und mit drei ETC ACN-Gateways 12 DMX-Universes gesteuert.

Eine weitere Herausforderung war es, die Show innerhalb weniger Tage von Dortmund nach München zu verlegen. Da in der Münchner Olympiahalle 52 festinstallierte Fresnels á 5 und 10 kW verwendet und ebenfalls über Eos angesteuert werden konnten, reduzierte sich die Bestückung des Rigs auf rund 150 Moving Lights für die Beleuchtung von Bahn, Zuschauerrängen, Tribünen und Showacts. Die flexiblen und vielseitigen Update-Funktionen der Eos halfen dabei, die Anpassung der Dortmund-Show unter anderem mit anderen Rig-Trimhöhen schnell und effizient erledigen zu können.

Michael Kühbandner gelang es, die Stimmung in der Halle einzufangen, Spannungsmomente, zum Beispiel bei schnellen Verfolgungsjagden, zu verstärken und das Publikum wie auch die Fahrer geschickt mit seiner Licht-Show anzufeuern. Dabei hatte er nur wenige Tage Zeit, sich vor der Show mit der Eos vertraut zu machen. Während beider Events war ihm ständig der Support durch ETC-Mitarbeiter und dem Eos-Spezialisten Markus Farncombe-Fischer sicher.

Die Unterstützung durch ETC war super – und natürlich beruhigend. Aber die Konsole machte es mir nicht schwer. Das allgemeine Design und die Anordnung des Tastenfeldes sowie die Kommandozeilen-Befehlsstruktur helfen sehr, sich schnell auf der Anlage zurecht zu finden. Man kann schnell auf Befehle zugreifen, und der Touchscreen bei den Encodern ist vielseitig und eine gute Unterstützung, schnell Moving Lights zu programmieren. Aber eine der angenehmsten Funktionen ist die ’About’-Taste. Drückt man diese Taste, erhält man Auskunft und Hilfe zu jedem beliebigen Thema oder zum aktuellen Befehl. Ein sehr hilfreiches Feature, um schnell mit der Konsole vertraut zu werden“, so Michael Kühbandner.

Schon seit 1972 ist das ursprünglich 1968 gegründete Unternehmen mit Sitz in Holzkirchen bei München im Bereich der professionellen Lichttechnik für Fernsehstudios und Theater tätig. Seit Mai 2002 ist das Unternehmen Mitglied des amerikanischen Marktführers ETC Electronic Theatre Controls, Inc., Middleton, Wisconsin und firmiert seit April 2005 als Electronic Theatre Controls GmbH. ETC unterhält Zweigstellen in Hollywood, Orlando, New York, Hong Kong, Kopenhagen, Rom und London. Foto: ETC Eos Konsolen beim 44. Münchner Sechs-Tage-Rennen.
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