„Follow-Me" verfolgt das Geschehen in der Inszenierung von „As You Like It" an der Guildhall School.
Das „Follow-Me"-Darsteller-Tracking-System kam in diesem Jahr an der Guildhall School of Music & Drama (GSMD) zum Einsatz und unterstützte das Lichtdesign für eine studentische Inszenierung von „As You Like It".
Die vollständig von einem studentischen Produktionsteam inszenierte Aufführung wurde von Lichtdesignerin Catja Hamilton gemeinsam mit dem Theatertechnik-Studenten Rohan Green (3. Studienjahr) gestaltet, der die Rolle des ALD/Programmierers übernahm, während das „Follow-Me"-System von der Studentin Jazz Weekes (2. Studienjahr) bedient wurde.

Neue Möglichkeiten mit dem Verfolger: Einsatz von Follow-Me an der Guildhall School of Music & Drama (GSMD) bei "As You Like It" (Fotos: David Monteith-Hodge)
Es war Green, der als Erster vorschlug, „Follow-Me" bei dieser Produktion einzusetzen, da Hamilton aus mehreren Blickwinkeln Spotbeleuchtung einsetzen wollte, die sich von den üblichen Spotpositionen des Veranstaltungsortes unterschieden.
Die Standardposition des Verfolgungsscheinwerfers im Saal ist relativ flach. Da das Licht im hinteren Bühnenbereich reduziert werden sollte, um die Bühne tiefer wirken zu lassen, barg diese Standardposition die Gefahr, unerwünschte Schatten auf den schwarzen Hintergrund im hinteren Bühnenbereich zu werfen.
Die ersten 20 Minuten der Aufführung fanden zudem weit vorne auf der Bühne in einem überdachten LKW statt. Ein herkömmlicher Scheinwerfer hätte den Bereich unter dem Dach nur schwer erreicht. Eine große Treppe und eine Plattform auf dem LKW brachten weitere Änderungen der Spielhöhe mit sich, die das System bewältigen musste.
„Nachdem ich mich näher damit befasste hatte, gefiel mir das Konzept, den Darsteller zu verfolgen, anstatt wie bei anderen Systemen eine Lichtquelle zu steuern, ebenso wie der Umfang an Kontrolle, den ich als Lichtprogrammierer über das System und die Zielzuweisungen hatte", sagt Rohan Green.
„Wegen der großen Treppe und der Plattform auf dem LKW brauchten wir etwas, das die Änderungen in der Z-Höhe gut bewältigen konnte."
Das Follow-Me-3D-System basierte auf vier Robe T1 Profile-Einheiten und wurde über eine ETC Eos Ti gesteuert, wozu in der Lichtregie eine einzige Mauskonsole und eine Faderkonsole bedient wurden.
Zwei der T1-Einheiten wurden an den Front-of-House-Brücken montiert und ermöglichten so einen eher traditionellen Verfolgerscheinwerferwinkel, der dazu beitrug, die Maskierung nicht zu beleuchten. Die anderen beiden wurden tief an den seitlichen Galerien im Front-of-House-Bereich montiert, um eine seitliche Ausleuchtung zu gewährleisten.
Alle vier Geräte liefen während der gesamten Vorstellung mit herkömmlichen Voreinstellungen und wurden bei Bedarf für Follow-Spot-Aufgaben umgeschaltet, wobei das System über sACN-Prioritäten in das Netzwerk des Veranstaltungsortes integriert war, um den Wechsel zwischen Pultsteuerung und Follow-Me-Steuerung zu verwalten.
„Unser Ziel bei ‚As You Like It' war es sowohl beim Bühnenbild als auch bei der Lichtgestaltung, einen Theaterraum zu schaffen, in dem die technischen Elemente des Designs verborgen blieben", erklärt Catja Hamilton.
„Dank der Darstellerverfolgung konnten wir die Schauspieler erfassen und verfolgen, ohne die gesamte Bühne großflächig ausleuchten zu müssen, während sie sich bewegten. So ist es mir gelungen, die Beleuchtung durchgehend viel zurückhaltender und atmosphärischer zu gestalten.
Dadurch konnte der dunkle Raum um die Darsteller herum die Fantasie des Publikums anregen; die Bühne wirkte endlos und erstreckte sich bis in die Dunkelheit hinein. Da wir mit ‚Follow-Me' jedes unserer beweglichen Lichtgeräte in einen Spot verwandeln konnten, gelang es mir zudem, den auffälligen Lichtstrahl zu vermeiden, den ein herkömmlicher Verfolgerspot über das Publikum wirft. Wir konnten die Darsteller sehr subtil hervorheben und verfolgen, ohne die Aufmerksamkeit des Publikums darauf zu lenken, wie sie beleuchtet wurden."
Die Verfolgung der Darsteller erwies sich an mehreren Schlüsselstellen der Inszenierung als wertvoll. Während einer Partyszene zu Beginn des zweiten Aktes diente ein „Follow-Me"-Spot als einziges Gesichtslicht für die Hauptfiguren und lenkte die Aufmerksamkeit des Publikums auf die sich entfaltende Handlung, während der Rest der Besetzung als Silhouetten blieb.
In der Suchtrupp-Sequenz der Inszenierung, als Celia und Rosalind in den Wald von Arden fliehen, sorgte ein einzelner T1 unter Follow-Me-Steuerung für die einzige Beleuchtung auf der Bühne und schwenkte live zwischen verschiedenen Szenen hin und her – mit einer Bewegung, die Green wie folgt beschreibt: "flüssig, kontrolliert und in der Lage, sich an die Darbietungen der Schauspieler anzupassen, anstatt sie in eine Reihe starrer Voreinstellungen zu zwängen".
Derselbe Übergang diente gleichzeitig als Suchscheinwerfereffekt, der einem Schauspieler folgte, der sich von einer Gruppe zur anderen bewegte, während das System in einer Traumsequenz in der Mitte des zweiten Aktes genutzt wurde, um eine Darstellerin klar auszuleuchten, während sie einer Reihe traumartiger Visionen begegnete, die um sie herum über die Bühne zogen.
„Das war eine Aufführung auf einer großen Bühne mit einer großen Besetzung", fährt Hamilton fort.
„Ich habe festgestellt, dass ‚Follow-Me' es uns ermöglicht, die Spots als kleine Zusatzbeleuchtung einzusetzen, um einen bestimmten Darsteller nur leicht hervorzuheben. Das funktionierte gut als subtile Methode, um den Blick des Publikums zu lenken, zumal wir jedes unserer beweglichen Lichtgeräte nutzen konnten.
Das System war viel subtiler als ein herkömmlicher Verfolgerscheinwerfer, und wir konnten in diesem Raum einen viel besseren Winkel erzielen, als es uns die Positionen der Verfolgerscheinwerfer ermöglicht hätten. Ohne das System und die Möglichkeit, einen wirklich subtilen Look zu kreieren, hätte ich mich wohl nicht so häufig für den Einsatz von Spots entschieden, und die Show hätte ganz anders gewirkt."
Für Green stach die schnelle Einrichtung des Systems angesichts des engen Zeitplans einer Studentenproduktion besonders hervor: „Die Geschwindigkeit beim Aufbau und bei der Kalibrierung ist erstaunlich. Es war genial, dass wir eine Leuchte in weniger als fünf Minuten neu kalibrieren konnten, wenn festgestellt haben, dass sie leicht vom Zielwert abweicht."

Einsatz von Follow-Me an der Guildhall School of Music & Drama (GSMD) (Fotos: David Monteith-Hodge)
Green bemerkte zudem im Laufe des technischen Prozesses eine Veränderung im kreativen Gespür des Teams, das „viel häufiger" auf einen Follow-Spot zurückgriff, um bestimmte Momente hervorzuheben, „als wir es bei einem herkömmlichen Scheinwerfer getan hätten".
„Der Einsatz von Follow-Me bei dieser Produktion hat großartige künstlerische Möglichkeiten im Lichtdesign geboten und stellte zugleich eine hervorragende Lernmöglichkeit für Studierende dar, die bald in die Branche einsteigen", fasst Rohan Green die Auswirkungen zusammen.
Hamilton pflichtet ihm bei: „Mit ‚Follow-Me' konnten wir eine Sprache für den subtilen Einsatz von Verfolgerscheinwerfern in der gesamten Produktion entwickeln, was wiederum dazu führte, dass das Designkonzept als Ganzes zum Leben erweckt wurde."
„‚As You Like It' ist ein brillantes Beispiel dafür, was ‚Follow-Me' einer Produktion jeder Größenordnung bieten kann – nicht nur den größten Arena-Tourneen", fasst Luke Edwards, Designer Relations UK bei Follow-Me, zusammen.
„Rohan und Catja haben das System mit echter kreativer Intelligenz eingesetzt, und es ist fantastisch zu sehen, dass Studierende schon so früh in ihrer Karriere praktische Erfahrungen mit der Verfolgung von Darstellern sammeln. Die Guildhall ist genau die Art von kreativem Anwender, mit dem wir gerne zusammenarbeiten, und wir können es kaum erwarten zu sehen, wohin sie die Technologie als Nächstes führen werden."


